Chianti

Der geflügelte Begriff der „Toskana-Fraktion“ bezeichnet Politiker, die ihren Urlaub bevorzugt in der Toskana verbringen und dies schon fast zu einer Lebensphilosophie erhoben haben. Zu einem Urlaub Toskana gehört natürlich auch eine ausgiebige Verkostung der toskanischen Weine.

Der Weinbau in der Toskana geht bis die Mönche der Region zurück. Moderne Methoden entwickelten sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Qualitätsweinbau ist in der Toskana noch relativ jung. Die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten der Region bringen auch ganz unterschiedliche Weine hervor.

Am bekanntesten ist die bastummantelte Flasche (fiasco) des Chianti. Er besteht zu mindestens 80 Prozent aus der Sangiovese-Traube, der Zusatz von weißen Rebsorten ist ganz verboten. Wird der Chianti in dem ursprünglichen Areal zwischen Florenz und Siena angebaut, darf er sich Chianti classico nennen. Äußerliches Kennzeichen der Chianti classico-Weine ist der schwarze Hahn (gallo nero) auf dem Flaschenhals.

Weitere bekannte toskanische Rotweine sind der Rosso di Montalcino und der Brunello di Montalcino (beide ebenfalls aus der Sangiovese-Traube), der Vino Nobile di Montepulciano und der weiße Vin Santo als Dessertwein.